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Forschung Kapitalstrukturpolitik in Theorie und Praxis: Ergebnisse einer Fragebogenuntersuchung (0306) Autor: Wolfgang Drobetz / Pascal Pensa / Claudia B. Wöhle Ausgabe: 3/2006
Ass.-Prof.
Dr. Wolfgang Drobetz Abteilung Corporate Finance
Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum (WWZ)
Universität Basel
Petersgraben 51
4003 Basel, Schweiz.
Tel.: +41-61-260 12 62, wolfgang.drobetz@unibas.ch
Pascal Pensa Abteilung Finanzmarkttheorie Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum (WWZ)
Universität Basel
Petersgraben 51
4003 Basel
Schweiz
Ass.-Prof.
Dr. Claudia B. Wöhle Abteilung Corporate Finance
Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum (WWZ)
Universität Basel
Petersgraben 51
4003 Basel
Schweiz
Überblick
Die Frage, ob und in welcher Form Finanzierungsentscheidungen Auswirkungen auf die Kapitalkosten und den Marktwert eines Unternehmens haben, ist von zentraler Bedeutung für das Finanzmanagement.
In diesem Beitrag werden die Bestimmungsfaktoren bei der praktischen Ausgestaltung der Kapitalstruktur deutscher, österreichischer und schweizerischer Unternehmen im Rahmen einer Befragungsstudie untersucht. Die 80 vorliegenden Antwortbögen erlauben eine differenzierte Auswertung für Untergruppen von Unternehmen.
Bei der Aufnahme von Fremdkapital haben finanzielle Flexibilität und das Bonitätsrating einen hohen Stellenwert. Bei der Entscheidung über eine Kapitalerhöhung stehen die Einhaltung eines Zielverschuldungsgrades, negative Aktienkursreaktionen sowie eine mögliche Gewinnverwässerung im Vordergrund. Markt-Timing wird von den Unternehmen hingegen als nicht relevant eingestuft.
Theoretische Ansätze wie das Trade-Off-Modell, die Signalhypothese sowie die Pecking-Order-Theorie erhalten insgesamt geringe Zustimmung, obwohl diesen in Teilaspekten praktische Relevanz zukommt. Die Aussagen der Unternehmen stehen mehrfach im Widerspruch zum aktuellen Stand der empirischen Kapitalmarktforschung.